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Seit Mitte der 1990ger Jahre fotografiere ich die Malsituation während oder nach der Arbeit. Es entstehen Fotos, die Malerei,  Motiv und Maler zeigen. Das ursprüngliche Konzept sah vor diese Fotos und die Malerei, anfangs zumeist Burgbilder, zugleich zu zeigen. Die Weiterentwicklung meiner Maltechnik, von der reinen Primamalerei, also Farbe aus der Tube auf die Palette und dann auf die Leinwand, führte zu verschiedenen Techniken, zum Aufsprühen von Farbe in Nitroverdünnung aus Blumenspritzen oder Dosen, zum Kippen von Schellack, Kollophonium oder Leinölgemischen über die pampige Bildfläche,  bis hin zur Anwendung von medizinischen Spritzen zum Ausdrücken von Farbwürsten.

Grundlagenkunst

Ludwig Plotter

Meine malerische Position basiert auf einer direkten Form des Vor-Ort Malens unter freiem Himmel , einer Art Action Painting vor Ort. Ob dabei der Geist des Ortes oder des Malers beschworen wird, ist schlecht zu unterscheiden.
Manche Betrachter sehen darin eine Art  militanter pleinair Malerei.

Im Schutzraum des  Atelier ist diese Malweise  verändert, und die Bilder entstehen durch einen mehr oder minder langwierigen Prozess des Über-und Ummalens.
Aber das ist ja normale Malerei.
Ikonografischen Elemente dieser Malerei sind oft Wirbel oder Wirbelstrukturen, die als Themen aber auch als Bausteine der Bilder verwendet werden. Die Verbindung dieser Malerei mit anderen oft kunstfremden oder malereifremden Bereichen wie Technik, Wissenschaft, Erfindung, CAD, CAM,  oder Geldmanipulation (z.B.  Spekulation) bezeichne ich als Grundlagenkunst.

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